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LWG Lausitzer Wasser
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"Schwebende Kessel" im Wasserwerk
Am 6. Juni 2011 gab es im Wasserwerk Cottbus-Sachsendorf ein besonderes, wenn auch für die Öffentlichkeit wenig sichtbares Ereignis: Am Haken eines Großkrans schwebten vier sanierte, jeweils 14 Tonnen schwere Filterkessel auf ihre neuen Fundamente. Dank präziser Planung durch die Infraprojekt Ingenieur GmbH aus Cottbus und exakter Vorbereitung durch die August Frebe GmbH aus Jüterbog als Hauptauftragnehmer der LWG verlief diese schwierige Aktion – ein Höhepunkt der gegenwärtig laufenden Großinvestition - ohne Probleme.
Seit Januar 2011 saniert die LWG mit einem Investitionsvolumen von 1,7 Millionen € das Kernstück der Trinkwasseraufbereitung im Wasserwerk Cottbus-Sachsendorf, die erste von insgesamt zwei Filterstufen. Dabei werden zum einen alle Rohrleitungen und Armaturen erneuert. Zum anderen erhalten die riesigen Filterkessel aus Stahl mit 4,5 Meter Durchmesser und einer Gesamthöhe von 6 Metern neue Einbauten und neue Fundamente. Damit wird die 20 Jahre alte Anlage für eine zuverlässige Trinkwasseraufbereitung in den nächsten Jahrzehnten fit gemacht. Zugleich wird durch die Reduzierung der Filter von 12 auf 8 ein wichtiger Schritt getan, um die Wasseraufbereitung an den gesunkenen Wasserverbrauch anzupassen und damit die Betriebskosten zu senken.
Bis zur Inbetriebnahme des ersten Bauabschnittes im August 2011 sind nun je Filter mehr als 1.000 Filterdüsen einzuschrauben, Rohrleitungen anzuschließen und das Filtermaterial einzufüllen. Nach Einfahrbetrieb und Freigabe durch das Cottbuser Gesundheitsamt wird dann in einem zweiten Bauabschnitt die zweite Hälfte der Filteranlage bis Januar 2012 erneuert.
Natürlich sichert die LWG während der gesamten Bauzeit eine unterbrechungsfreie Trinkwasserversorgung für ihre Kunden, betonte der erfahrene Gruppenleiter Wasserwerke Bernd Scheppan, der schon in dritter Familiengeneration für die Cottbuser Wasseraufbereitungsanlagen zuständig ist. Dazu ist vor allem in der gegenwärtigen Sommerzeit eine Erhöhung der Trinkwassereinspeisung durch das Wasserwerk Cottbus-Fehrower Weg, das in den vergangenen Jahren schrittweise saniert worden war, gewährleistet. Notfalls könnte eine zusätzliche Einspeisung aus dem Wasserwerk Eichow in das Versorgungsgebiet Cottbus erfolgen.
Die erheblichen finanziellen Mittel für die aktuelle Investition in die Trinkwasser-Infrastruktur müssen vollständig aus Eigenmitteln der LWG und Krediten finanziert werden. Fördermittel für diese wichtige Maßnahme der Trinkwasserversorgung von 113.000 Einwohnern der Stadt Cottbus und des Landkreises Spree-Neiße wurden vom Land Brandenburg trotz mehrjähriger Bemühungen leider nicht gewährt.
